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Autor Thema: Fibre Channel  (Gelesen 1373 mal)
töfte
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« am: 26. August 2008, 20:44:52 »

Ich bräuchte Rat und Hilfestellungen zu obigem Thema. Ich plane, die Festplattenkapazität für die Workstations mal ein wenig aufzurüsten, da mit den 18er Platten (oder schlimmer: den 9ern  Shocked ) ja nicht mehr viel anzufangen ist.
Frage also: was brauche ich außer den Platten und dem HBA noch, um das ganze aufzusetzen und wie "geht" das ?
FC scheint ja irgendwie anders als SCSI zu funktionieren.
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« am: 26. August 2008, 20:44:52 »

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truerasp
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« Antworten #1 am: 26. August 2008, 21:35:55 »

hmmm fibrechannel geht "igentlich" genauso wie scsi, da hier scsi getunnelt wird. aber das tut nix zur sache.

du brauchst halt ein storage device das FC kann und das kannst du im einfachsten fall an einen server oder eine workstation haengen. wenn dein storage device nicht schlau ist und solche dinge wie "selective storage presentation" (hp nennt das so) kann wars das. meist sind das JBODs, also einfache plattenstapel oder dumme arrays.

willst du mehrere geraete dran haengen brauchst du ein schlaueres array, das die selectve storage presentation oder eine aequivalente technologie kann. bei HP steigt man da mit einer MSA ein. wenn dir einfache verbindungen reichen und du mit 2 ports aus kommst reicht das. wenn nicht brauchst du noch einen FC switch.

wenn du groessere oder schlauere arrays haben willst und redundante pfade oder die kontroller unabhaengig voneinander nutzen brauchst du meist noch schlauere arrays (eine neue MSA oder gar EVA) und dann einen zweiten switch.

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Tschokko
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« Antworten #2 am: 26. August 2008, 23:11:13 »

brauchst du meist noch schlauere arrays (eine neue MSA oder gar EVA) und dann einen zweiten switch.
Tu dir das bloß nicht an, da kriegst ruck zuck graue Haare von und dein Geldbeutel ist schneller als du schauen kannst blitze blank leer. Cheesy  Cool Grin Ich spreche übrigens aus eigener Erfahrung. Wink


Aber nun schnell "back to topic".
Mit nem FC HBA ist es leider nicht getan. Du brauchst wie Frank schon erklärt hat ein passendes Storage Device im Hintergrund. Die einfachsten Modelle sind dabei schlichte JBOD Systeme die du per FC-AL (Fibre Channel Arbitrary Loop) anbindest. Unterm Strich gesagt, die Platten tauchen halt wie nen Schwung SCSI Platten auf. Solche Systeme gibt es eigentlich zuhauf... Sun A5x00, von SGI gibts auch nen paar einfache Arrays, HP FC10, usw.... RAID Level und das ganze weitere Management steuert man dann in der Regel mit nem schlauen Dateisystem, z.B. Veritas oder ZFS. Wink
Man muss aber bei dieser Lösung in der Tat sagen, ist halt irgendwie auch nix anderes als würde ich nen SCSI Diskshelve an nen SCSI Controller klemmen. Oder noch besser mit paar hochwertigen SAS Controller (z.B. von LSI) paar SATA Platten drann klemmen. Also, eigentlich total unspannend. Wink
Unterm Strich gesagt, wenn es nur darum geht mehr Kapazität bereitzustellen, dann sollte man den einfachst möglichen Weg gehen. Bei unseren alten Büchsen heißt das in Regel nen SCSI Controller rein klemmen und nen günstiges SCSI Disk Shelve drann klemmen. Fertig ist das Storage System. Cheesy

Darf es dann doch bisschen mehr sein, wirds, wie es Frank schon sagt, etwas komplizierter. D.h. dein Host übernimmt dann die Rolle des Dummen und das Array ist schlauer. Wink Die wohl populärsten Systeme in dem Segment sind die HP MSA 1000, HP HSG80 basierende Systeme (EMA, ESA) oder kleine EMC Systeme, z.B. CX200, CX400, usw. Ich glaub sogar das Sun T3/T3+ (T3 hat halt noch Kupferkabel mit DB9 Enden statt LWL), also auch Sun StorageTek 3xxx Systeme, usw. haben nen integrierten RAID Controller der dann die RAID LUN dem Host präsentiert.
Diese Systeme jedenfalls übernehmen die RAID Aufgaben selber und präsentieren dem Abnehmer (Initiator) einfach nur eine schlichte LUN, d.h. eine Art virtuelle Festplatte die man formatieren und beschreiben kann, ohne das man weiß welches RAID Level usw. dahinter steckt.
Im SCSI Segment gibt es solche Systeme natürlich auch. Ein bekannter Vertreter ist das Sun A1000 Array. Wink
Solche FC Systeme können auch in der Regel auch meherer Host bedienen, spätestens dann wird auch ein FC Switch fällig. Ist absolut vergleichbar mit einem Netzwerkschwitch. Just ab diesem Moment beginnst du dich Richtung SAN zu bewegen, was in der Tat nix anderes ist als Netzwerk für eben besagte Storage Devices (Targets) und Abnehmer (Initiators) ist. Wink

Im Business gibts dann eigentlich immer noch den Bedarf an Multi Pathing / Redundante Pfade, was wir zuhause allerdings ganz und garnicht brauchen, außer vielleicht um Erfahrung damit zu sammeln. Also gehe ich da mal besser nicht weiter drauf ein. Wink

Zu guter Letzt gibts dann in der Tat noch sehr schlaue und intelligente FC Array System (HP EVA, EMC CX600/700/DMX800, usw.), als auch dergleichen die zusätzlich noch wahnsinnig schnell und skalierbar sind (HP XP, EMC DMX, Hitachi/Sun, usw.)... aber das ist schon echt total abgefahren und einfach nur teuer. Ich spreche da aus Erfahrung mit meinem Projekt HP EVA 5000.

Wenn du ernsthaft ein wenig FC / SAN Erfahrung sammeln willst, dann besorg dir für 19 Euro die HP HSG80 bei Quant, dazu noch ein HP Diskshelve 4254R/4354R mit nen paar SCSI Platten drinn und dazu noch einen Brocade 2400 Switch. Wink Und dann kann es schon losgehen mit dem eigenem SAN. Cheesy

Andernfalls rate ich dir statt 9GB auf 36GB oder statt 18GB auf 72GB SCSI Platten zu rüsten. Wink Und wenn das immer noch nicht genügt, gibts da ja noch 146 und 300 GB SCSI Platten. Grin

Gruß
Tschokko

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« Antworten #3 am: 27. August 2008, 06:39:37 »

Nach dem schon fast alles gesagt ist, würde ich noch zu einem Solaris-kompatiblen PC mit SATA-Platten raten, der die Platten dann mit ZFS verwaltet und nach außen per iSCSI präsentiert.
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Tschokko
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« Antworten #4 am: 27. August 2008, 08:45:50 »

Nach dem schon fast alles gesagt ist, würde ich noch zu einem Solaris-kompatiblen PC mit SATA-Platten raten, der die Platten dann mit ZFS verwaltet und nach außen per iSCSI präsentiert.
Man muss aber sagen, dass der iSCSI Initiator (=Client, Abnehmer, usw.) mächtig CPU Power frisst. Gerade bei alten Kisten < 1 GHz merkt man das deutlich. Der heutigen Multi Core Generation juckt das dagegen herzlich wenig. Wink

Also ist der Einsatz von iSCSI nur bedingt empfehlenswert, zumindestens auf den alten Büchsen.

Gruß
Tschokko
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« Antworten #4 am: 27. August 2008, 08:45:50 »

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töfte
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« Antworten #5 am: 27. August 2008, 16:58:01 »


Diese Systeme jedenfalls übernehmen die RAID Aufgaben selber und präsentieren dem Abnehmer (Initiator) einfach nur eine schlichte LUN, d.h. eine Art virtuelle Festplatte die man formatieren und beschreiben kann, ohne das man weiß welches RAID Level usw. dahinter steckt.
Im SCSI Segment gibt es solche Systeme natürlich auch. Ein bekannter Vertreter ist das Sun A1000 Array. Wink
Solche FC Systeme können auch in der Regel auch meherer Host bedienen, spätestens dann wird auch ein FC Switch fällig. Ist absolut vergleichbar mit einem Netzwerkschwitch. Just ab diesem Moment beginnst du dich Richtung SAN zu bewegen, was in der Tat nix anderes ist als Netzwerk für eben besagte Storage Devices (Targets) und Abnehmer (Initiators) ist. Wink


Danke, Jungs - äh Männer  Shocked Wink

Ich wußte doch daß hier ein paar Storage-Experten mir ein wenig Licht ins Dunkel bringen können.
Also wie Tschokko schon sagte, genau sowas will ich : ne große logische "Platte" die man verteilt ansprechen kann, also im Grunde ein SAN für Arme  Smiley

Die HSG80 und den anderen Schmodder schau ich mir jetzt gleich an, aber zwei Dinge würde ich gerne noch klären: Es gibt also Plattengehäuse die intern normale (80-polige) SCSI Anschlüsse haben und nach außen aber FC angebunden sind, und dann gibt es solche die intern UND extern FC sind ?

Das zwo'te wäre die Verkabelung: ich kein ausgesprochener Netzwerkfetischist und würde es am liebsten haben wenn ich Platten und Gehäuse unten im Keller vergraben und an den Switch klemmen könnte und dann mit einem langen Kabel durch den Ex-Schornstein hoch zu den Kisten oder so ähnlich. Wie steht es da um Kupfer vs. Glasfaser ?

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« Antworten #6 am: 27. August 2008, 19:37:07 »

würde es am liebsten haben wenn ich Platten und Gehäuse unten im Keller vergraben und an den Switch klemmen könnte und dann mit einem langen Kabel durch den Ex-Schornstein hoch zu den Kisten oder so ähnlich.

Wenn ich mir die Lüfter anschaue die hinten an so einem Diskshelf (z.B. 4354R) dranhängen dann ist das sehr vernünftig!

Sind die Dinger tatsächlich so laut wie sie aussehen? Dagegen ist ja ein altes DEC BA356 richtig klein und niedlich...

Wie steht es da um Kupfer vs. Glasfaser ?

Tendenziell wäre Glasfaser bei längeren Strecken sinnvoller, weil z.B. weniger störanfällig. Für die paar Meter in einem Ein- oder Mehrfamilienhaus sollte aber auch Kupfer kein Problem sein.

Wichtiger ist da denke ich eine ordentliche Installation, also nicht einfach ein 20m Patchkabel durch den Ex-Schornstein frickeln sondern ein ordentliches Verlegekabel und die Enden jeweils an ein Patchpanel oder eine Dose.
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« Antworten #7 am: 27. August 2008, 20:42:10 »

Ich wußte doch daß hier ein paar Storage-Experten mir ein wenig Licht ins Dunkel bringen können.
Also wie Tschokko schon sagte, genau sowas will ich : ne große logische "Platte" die man verteilt ansprechen kann, also im Grunde ein SAN für Arme  Smiley
Vergiss aber nicht die laufenden Kosten. Wink So ne Fibre Channel Installation bläst gut und gerne 0,5 kW in die Luft ! Da kommen dann im Jahr doch ein paar Euros Stromkosten zusammen. Wink Sollte man sich als genau überlegen ob man sowas dauerhaft im Keller brummen lässt.

Bei der HSG80 betreibst du stink normale SCSI Diskshelves, d.h. du kannst das Disk Enclosure mit normalen SCSI Platten bestücken. Kann preislich sehr interessant sein. Das gleiche gilt auch für die MSA1000 und MSA1500. Für letztere gibts sogar nen SATA Diskshelve, das MSA20. Wink Das ist natürlich auch seeehhrrr spannend !

Die nächst höhere Klasse an Systemen mag überwiegend FC basierende Festplatten mit dem 40 poligen SCA ähnlichen Anschluß. EMC hat allerdings auch Disk Enclosures für SATA Platten.


@Ten Little Indyans
Das 4354R geht eigentlich von der Lautstärke. Aber gut es lärmt schon, definitiv nix fürs Wohnzimmer. Geht auf Dauer echt auf die Nerven. Cheesy


Gruß
Tschokko
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« Antworten #8 am: 27. August 2008, 21:27:26 »

Die Betriebskosten sind schon so ein Thema, das stimmt. Allerdings würde ich die ganzen Gerätschaften auch immer nur mal so ein Wochenende lang laufen lassen wenn ich bei meinen Elter bin, ich denke das fällt dann nicht so arg ins Gewicht.
Ich fürchte, das die SATA-Geschichten für private Hobbyzwecke zu teuer sind.
Die Lautstärke ist so ne Sache - diese ganzen Sachen sind ja nie fürs Wohnzimmer entwofen worden, da darf man sich über das Pfeifen und Flöten nicht beschweren.

Lauter als meine grüne Octane mit dem alten Netzteil kann es eigentlich nicht werden, die hört man noch auf dem Flur wenn die Tür zu ist..  Shocked Shocked Undecided

Naja, ich werd mal weiter "evaluieren"  Cheesy
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« Antworten #9 am: 28. August 2008, 06:26:00 »

Ich denke das Beste wird sein, wenn man ein NAS-System mit GBit kauft, welches auch NFS kann.
Das ist nur leider nie mit aufgelistet: Roll Eyes
http://geizhals.at/deutschland/?cat=hdxnas
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