was die ganz grossen projekte angeht hast du sicher recht. aber wie saehe die welt ohne firefox aus ? oder open office ... da gaebs andere grosse konzerne die uns mit ihrer marktmacht sehr zu schaffen machen wuerden und da gaebs dann keine alternative zu.
Sehe ich nicht es gab genug Alternativen zu Office. Für meine Diplomarbeit hatte ich damals Applixware zusammen als Bundle mit Suse gekauft - damals in meiner Jugendlichen Phase wo ich unbedingt Linux haben wollte - lang ist es her
Genauso sieht es in allen anderen Bereichen aus, iCab oder Opera und einige andere Browserhersteller waren es, die können es nicht mehr da der Abfallmarkt den IE und Firefox übriglässt halt nicht mehr ausreicht zudem sich halt immer mehr rausstellt das der angerichtete mentale Schaden viel schlimmer ist. Wie du willst Geld für Software - elende Kapitalistensau. So was kommt, willst du mal mein EMail Archiv sehen?
wieviele kleine programmierer leben davon auf ner lamp basis online loesungen zu bauen?
Und vorher konnten sie viel besser leben indem sie andere Solutions aufgesetzt haben. Sorry aber gerade dieser verlampung erinnert mich nicht nur sprachlich an das Lumpenproletariat, denn so sieht auch die Qualität der Jobs dort aus. Von permanenter Notaquise von einem 2000 Euro Jobs zum nächsten. Ne das ist kein Vorteil - aus sicht von uns IT'lern jedenfalls (und unter diesem Punkt betrachte ich es in diesem Forum).
Als Kleiner kann man mit solchen Kunden doch gar nicht umgehen.
Um die geht es mir auch nicht. Da laufen sowieso ganz andere Marktprozesse und Seilschaften ab, hab ja nur mal kurz reingeschnuppert in die Chefetage von AOL (als Techniker bei einigen Meetings). Da waren sowieso alle Entscheidungen als Vitamin B unter den grossen Firmen.
entwickeln dass jeder boxed kaufen will muss man schon einiges an genialitaet mit bringen. und das kriegst du auch nur ueber ein "shareware" konzept in den markt gepusht (winzip, ...) weil du sonst gar nicht die reichweite hast.
Na ja Shareware ist lediglich ein Vertriebskonzept was ja selbst die Konzerne heute anwende. Klar hast du keine Möglichkeit deine Software auf ein Regal bei Mediamarkt oder Walmart zu kriegen. Dazu musste an Wal-Mart erstmal 100.000 US$ abdrücken für ein paar cm² auf ihrer Regalfläche. Und Vertriebler die von Firma zu Firma maschieren ist auch nur was für die grossen.
Übrigens WinZip, kennste du derren Bilanz. Ich war zutiefst überrascht, die machen 10 Mio Umsatz jedes Jahr mit ihrem Program. Auch andere Firmen wie CoffeeCup mit ihrem HTML Editor machen ziemlich Kohle (7 stelliger Bereich). Zum Teil geht es noch, aber halt nur in dem DAU Bereich das wundert mich immer. Oder
http://www.perfecttableplan.com das man davon leben kann (okay eines von 3 Programmen was der Kollege da für seinen Lebensunterhalt entwickelt).
Was mich nervt ist das es keine wirklichen Innovationen mehr im Programmierbereich gibt. Da hat es voll durchgeschlagen. Keine kleine Firma kann aus Angst vor FOSS mehr was in die Entwicklung stecken.
Der Markt ist so gut wie tot und damit auch die Entwicklungen. Smalltalk, Eiffel, Oberon, Lisp, Dylan nichts kann sich mehr kommerziell halten und die grossen finanzieren halt nur ihre Massenprojekte, d.h. Java und C++. Löbliche Ausnahme und Bestätigung der Regel ist mal wieder Sun mit Fortress da sie gesehen haben das man einen neuen Ansatz braucht für HPC.
ist ja plattformunabhaengig ... harhar ... wenn ich mich beim programmieren benehme ist c auch plattformunabhaengig oder c++ ... oder wenigstens mit gleinem aufwand umzuziehen ... hat aber niemand gestoert.
Ja es ist auch nicht plattformunabhängig, sowas gibts gar nicht. Es ist für genaue eine Plattform: Java. Das verstehen die meisten leider nicht. Das geht für eine Business und insbesondere Server Anwendungen noch auf, aber spätestens bei Hardware nahen Dingen wie Compilern oder Client spezifischen wie GUI Frontends wirds absolut affig.
insofern ist das softwareschaffende gewerbe doch ueber weite strecken auch selbst schuld an der misere. wir haben den kommerziellen doch den weg in die java monokultur geebnet.
Na ja Java hatte dank eingebautem multithreading und vor allem der garbage collection schon einen erheblichen Produktivitäts Vorteil das darf man nicht vergessen. Und durch strenge Typisierung und Toolfreundlichkeit konnte man auch sehr viele gute Tools schreiben (z.B. Refactoring).
Leider haben die meisten anderen Hersteller nicht erkannt das das Wetter jetzt umschlägt und weiterhin ihre Smalltalks,Eiffels und Lisps für 10000+ DM/Jahr angeboten gehabt. Und sich gewundert warum die Leute jetzt auf Java machen, wo der JBuilder/TowerJ oder so mal 1000DM kostete (als Professional) .
Da ging doch das Massensterben los. Und dann wurde Java auch noch kostenlos.
Es ist also in der Tat hausgemacht von den Managern, genau wie die Monokultur unter den CPU Architekturen (da werden wir auch noch einiges vor uns haben - sieht man ja beim Thema Multithreading das da frischer Wind fehlt).
Ich kriege jetzt jedenfalls jeden Tag schon Kopfschmerzen wenn ich über die Zukunft nachdenke, ich liebe meine jetzige Arbeit und habe massenhaft Ideen, die noch kein anderer umgesetzt hat, aber Eclipse und Netbeans machen es fast unmöglich meine Entwicklung zu finanzieren. Eigentlich sollte ich vielleicht einsehen und kein gutes Geld/Zeit hinterherwerfen und auch lieber irgendeine Hochzeitsplanungssoftware schreiben oder so.
Schade denn eigentlich wollte ich was ganz anderes machen.
Und einfach in die Jobwelt nach D zurück geht nicht, meine Kostenstellenleiterin würde als Burmesin noch nichtmal mit Heiratsurkunde ein Schengen-Visa kriegen, erst wenn wir 3 Jahre verheiratet sind.
Na ja aber ich denke ich sehe ich es vielleicht etwas zu schwarz, ich muss mich einfach klüger reinhängen. Allan Odgaard hat immerhin in 2 Jahren 600.000 Euro mit seinem eigentlich ziemlich primitiven Texteditor verdient....