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Dann mal einen guten Rutsch!

Greez aus der Noris
25. September 2011, 08:05:05
Gute Besserung!
07. September 2011, 14:20:51
An diesem Tag hattest du also kein(en) Plan. Wink
04. September 2011, 19:04:39
ja, genau die. Bei mir war der Server wohl genau diesen Tag down. Alternative:
http://lsub.org/sys/src
01. September 2011, 20:10:10
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Autor Thema: Graphik Designer müsste man sein  (Gelesen 2862 mal)
llothar
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« am: 13. Juli 2007, 16:23:02 »

Da kann man Geld machen. Hab gerade ein paar Application Icons für MacOSX und die Website in Auftrag gegeben.

Für Windows gibts das ja wie Sand am mehr aber für diese Designer Compis .. von dem Geld hätte ich mir ne gute Itanium Kiste kaufen können ... nur bringt mir das keine Kunden.

1000 US$ für ein kleines Application Icon und 200 US$ für ein Toolbar Icon heavy heavy. Na ja hab jetzt noch einen Russen gefunden der machts deutlich günstiger, trotzdem nervt es mich soviel Geld für Eye Candies rauszuhauen, aber malen ist wirklich nicht mein Ding.

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« am: 13. Juli 2007, 16:23:02 »

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truerasp
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« Antworten #1 am: 13. Juli 2007, 16:42:20 »

ich fall grad rueckwaerts vom stuhl ... dafuer lohnt sich ja fast das malen ueben, oder ?

*schluck*

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llothar
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« Antworten #2 am: 13. Juli 2007, 17:02:44 »

Tja in den Windows und Unix Zeiten mit 16x16x16 Icons auch noch machbar, da konnte man notfalls immer einiges kombinieren.

Aber jetzt mit photorealistischen Icons - Null Chance wenn du kein Talent hast.

Noch unverschämter ist ja das die das sogar für identische Icons nehmen  d.h. einmal Pfeil links, einmal Pfeil rechts = 400US$ obwohl das nur in Photoshop gespiegelt wird, natürlich unnötig zu erwähnen das die die PSD Files nicht rausgeben, man also nicht wirklich nur für die Grundkonzepte zahlen kann.

Das teuerste Angebot mit den 1000US$ stammt übrigens von dem Typen der das Firefox Logo gemacht hat. Der hat erstmal ausgesorgt, denn er hat zudem noch 3 Monate Wartezeit angesetzt. ROTFL. Na ja der Russe machts jetzt für 200US$ aber auch das finde ich heavy. Für Windows hatte ich damals 60 gelöhnt und 20 für die Toolbar Icons.

Und heute wieder eine blöde EMail im Kasten gehabt von so einem Typen der meinte ich sollte bitte die Software verschenken weil das jetzt selbst MS so mache mit MSVC. Das war schon mal gleich die richtige Stimmung für den Morgenkaffee.
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truerasp
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« Antworten #3 am: 13. Juli 2007, 17:11:54 »

Tja in den Windows und Unix Zeiten mit 16x16x16 Icons auch noch machbar, da konnte man notfalls immer einiges kombinieren.

Aber jetzt mit photorealistischen Icons - Null Chance wenn du kein Talent hast.

Noch unverschämter ist ja das die das sogar für identische Icons nehmen  d.h. einmal Pfeil links, einmal Pfeil rechts = 400US$ obwohl das nur in Photoshop gespiegelt wird, natürlich unnötig zu erwähnen das die die PSD Files nicht rausgeben, man also nicht wirklich nur für die Grundkonzepte zahlen kann.

Das teuerste Angebot mit den 1000US$ stammt übrigens von dem Typen der das Firefox Logo gemacht hat. Der hat erstmal ausgesorgt, denn er hat zudem noch 3 Monate Wartezeit angesetzt. ROTFL. Na ja der Russe machts jetzt für 200US$ aber auch das finde ich heavy. Für Windows hatte ich damals 60 gelöhnt und 20 für die Toolbar Icons.

Und heute wieder eine blöde EMail im Kasten gehabt von so einem Typen der meinte ich sollte bitte die Software verschenken weil das jetzt selbst MS so mache mit MSVC. Das war schon mal gleich die richtige Stimmung für den Morgenkaffee.

naja ... wenn er das refinanzierungs und srvicekonzept gleich mit rein schreibt isses ja ok Wink microsoft verschenkt ja auch nur die sachen, bei denen sie irgendwann irgendwie anders die kohle rein holen. der typ soll mal versuchen sich n office schenken zu lassen. oder n softimage oder sowas suendhaft unerschwingliches wo richtig arbeit drin steckt *lol*

ich persoenlich bin ja schon auch n grosser freund von open source und freeware ... aber alle grossen projekte leben ja von irgendwas und die meisten nicht schlecht. das hat ja nen grund. ...

und an nicht funktionierenden konzepten hab ich mir auch schon die finger verbrannt. um nicht zu sagen meine zweite firma hab ich deswegen zu gemacht. haette funktionieren koennen aber der "atem" war einfach nich lang genug und n ruck hat sich damals auch kein kunde gegeben da mal konstruktiv zu sein und schonmal was zu unterschreiben. 2 jahre spaeter hab ich dann auf heise gelesen dass t-mobil / t-systems genau das selbe gemacht haben ... und da wars sicher nicht open source und sicher auch nicht guenstiger.

schon schwierig.

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töfte
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« Antworten #4 am: 13. Juli 2007, 19:30:03 »

1000$ für ein Icon ist sicherlich etwas unverschämt, vor allem weil der Bengel wahrscheinlich eher nur seinen guten Namen bezahlt haben will.
Aber 200, vor allem $, ich mein' die Leute arbeiten doch Freelance, also müssen die doch auch einiges an Versicherungen und Rentenbeiträge in ihre Kalkulation miteinrechen, das klingt schon einigermaßen vernünftig finde ich.
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« Antworten #4 am: 13. Juli 2007, 19:30:03 »

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llothar
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« Antworten #5 am: 14. Juli 2007, 04:16:33 »

naja ... wenn er das refinanzierungs und srvicekonzept gleich mit rein schreibt isses ja ok Wink microsoft verschenkt ja auch nur die sachen, bei denen sie irgendwann irgendwie anders die kohle rein holen.
.....
ich persoenlich bin ja schon auch n grosser freund von open source und freeware ... aber alle grossen projekte leben ja von irgendwas und die meisten nicht schlecht. das hat ja nen grund. ...

Also wenn ich die Auswirkungen von Free Open Source so sehe bin ich überhaupt kein Freund mehr davon. Da Software immer noch extrem viel kostet und da wahnsinnig Arbeit drin steckt gibt es sowas wie kostenlos natürlich nicht. Z.B. Firefox/Mozilla  gehört doch Goggle denn was wären die ohne Googles 100 Mio für die Voreinstellung in der Suchbox - Pleite wie SGI/Netscape.

Das Hauptproblem ist aber das FOSS einfach nur den grossen Firmen hilft, die haben genug Kapazität daraus Gewinn zu ziehen weil das einfach nur etwas umgelegte Aquisekosten sind, da zahlt man dann den Programmierer und keinen Vertriebler. Effekt ist aber das auf der einen Seite die gepuschten Dinge hochgehen während alle alternativen Lösungen - die fast immer von kleinen Firmen kommen - kaum noch Chancen haben. Und die Leute finden das alle toll - hauptsache kostenlos.

Wenn ich mir nur den Markt für Programmierer ansehe wird mir schlecht dabei, was ist das alles verschwunden ist oder so ein Nischendasein das es zwar weiterläuft aber halt kaum expandieren kann. Ich warte immer noch das irgendein Lisp mal wirklich Multithreaded fähig wird. Alle arbeiten mit GIL wie Python => Mülltonne.

Evolution braucht vielfalt, sonst kommt der Stillstand (auch wenn Java jetzt mit 1.6 nochmehr Aufsatz bekommen hat - selten so was krankes und kaputtes wie Javas generische Klassen gesehen). Aber das ganze wird einfach nur noch dominiert von einer Handvoll Konzerne. Inzucht nennt man dies.

Ach wieder zuviel schlechte Stimmung zum Morgenkaffee.

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truerasp
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« Antworten #6 am: 14. Juli 2007, 08:53:12 »

Das Hauptproblem ist aber das FOSS einfach nur den grossen Firmen hilft, die haben genug Kapazität daraus Gewinn zu ziehen weil das einfach nur etwas umgelegte Aquisekosten sind, da zahlt man dann den Programmierer und keinen Vertriebler. Effekt ist aber das auf der einen Seite die gepuschten Dinge hochgehen während alle alternativen Lösungen - die fast immer von kleinen Firmen kommen - kaum noch Chancen haben. Und die Leute finden das alle toll - hauptsache kostenlos.

Evolution braucht vielfalt, sonst kommt der Stillstand (auch wenn Java jetzt mit 1.6 nochmehr Aufsatz bekommen hat - selten so was krankes und kaputtes wie Javas generische Klassen gesehen). Aber das ganze wird einfach nur noch dominiert von einer Handvoll Konzerne. Inzucht nennt man dies.

bei den ueberlegungen bin ich nur zum teil bei dir und sehe da noch folgende aspekte

was die ganz grossen projekte angeht hast du sicher recht. aber wie saehe die welt ohne firefox aus ? oder open office ... da gaebs andere grosse konzerne die uns mit ihrer marktmacht sehr zu schaffen machen wuerden und da gaebs dann keine alternative zu.

wieviele kleine programmierer leben davon auf ner lamp basis online loesungen zu bauen? gut .. das meinst du vermutlich mit pushen ... aber letztenendes hat sich die softwarebranche doch einfach stark konsolidiert und wenn du mal MS$, SAP, Oracle und IBM wegnimmst ... was bleibt denn dann noch? demgegenueber steht dass software in vielen faellen so riesig geworden ist dass du doch nur mit so nem moloch im ruecken ueberhaupt was machen kannt. ich denk da mal an die reuters software oder das businesswarehouse einer BASF oder so.

Als Kleiner kann man mit solchen Kunden doch gar nicht umgehen.

gerade so projekte wie mysql, compiere, usw. zeigen doch wies laufen kann. kleine software fuer kleine kunden. und da ist dann doch wieder "unsere" chance. um als one man show oder mittelstaendler ein generisches universelles produkt zu entwickeln dass jeder boxed kaufen will muss man schon einiges an genialitaet mit bringen. und das kriegst du auch nur ueber ein "shareware" konzept in den markt gepusht (winzip, ...) weil du sonst gar nicht die reichweite hast.

dass die kreativen nischen floeten gehen ... da gebe ich dir gerade bei den plattformen voellig recht. ich hab java schon bei meiner ersten begegnung in der uni damit (da kams ganz frisch und wir hatten gerade grosse c++ prjekte am start und da musste man natuerlich da drauf gucken) fuer ne seuche gehalten ... aber da sind wir dann bei den vielzitierten kleinen programmierern die sich auch darauf gestuerzt haben.

ist ja plattformunabhaengig ... harhar ... wenn ich mich beim programmieren benehme ist c auch plattformunabhaengig oder c++ ... oder wenigstens mit gleinem aufwand umzuziehen ... hat aber niemand gestoert.

insofern ist das softwareschaffende gewerbe doch ueber weite strecken auch selbst schuld an der misere. wir haben den kommerziellen doch den weg in die java monokultur geebnet. wenn ich mir den installer von oracle anschaue ... gut um auf der sicheren seite zu sein nehmen wir den von vor drei jahren ... dann ist das ne frechheit was der gebracht hat und das bei dem packetpreis. gekauft wurds trotzdem weil selbst mein nachbar hier aufm dorf java kennt und jeder experte inklusive der selbsternannten ihm erzaehlt hat dass das soooo gut ist aber grad noch n bisschen wackelt.

c wackelt seit 30 jahren nimmer.
hat ihn ned interessiert.
das hat ja nur einer erzaehlt.


ich finde das schwierig. und hol mir jetzt mal n kaffee
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Tschokko
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« Antworten #7 am: 14. Juli 2007, 09:40:28 »

Also ich programmieren inzwischen schon seit ca. 15 Jahre C/C++ und es ist immer noch meine bevorzugte Programmiersprache. Aber seit ein paar Jahren setzen wir erfolgreich Projekte in Java um, und ich muss sagen ich finde Java ausgesprochen gut. Es erleichtert einem an vielen Stellen erheblich das Leben, man schließt deutlich schneller Projekte ab, der Code ist wesentlich besser lesbarer, da er nicht so kryptisch ausfällt wie es immer wieder bei C/C++ der Fall ist und der Pool an Bibliotheken und Frameworks ist irre groß geworden. Es gibt sozusagen für jeden Anwendungsfall oder Problem irgendwas passendes.
Bei C/C++ dagegen sind die Entwicklungen in die Richtung Bibliotheken und Frameworks eher verhalten und wenn kommen dann so Sachen wie Boost raus. Ich möchte nicht sagen, das Boost schlecht ist, aber schönen und lesbaren Code produziert man damit nicht. Zum anderen werden da die C/C++ Templates derart vergewaltätigt, das ich als langjähriger Entwickler echt lange nach denken muss was da passiert und wie es funktioniert.
Bisher überzeugt hat mich nur QT. Das ist eine gelungene Klassenbibliothek mit der man sauber entwickeln kann. Leider im kommerziellen Einsatz kostenpflichtig und nicht gerade ein Schnäppchen.

Wie auch immer, alles hat seine guten und schlechten Seiten. Und ich bin ehrlich gesagt froh wenn die Leute inzwischen Java können, denn was ich seit je her gehasst habe ist Visual Basic. Und den Gruscht hat ja fast jeder Penner programmiert und meinte wunder was er für ein schlaues Kerlchen ist. *würg*

Zum Thema FOSS kann ich mich eigentlich garnicht äußern. Ich wende sie ohne nachzudenken ganz frech an. Cheesy Grin

Gruß Tschokko
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« Antworten #8 am: 14. Juli 2007, 10:53:30 »

Wie auch immer, alles hat seine guten und schlechten Seiten. Und ich bin ehrlich gesagt froh wenn die Leute inzwischen Java können, denn was ich seit je her gehasst habe ist Visual Basic. Und den Gruscht hat ja fast jeder Penner programmiert und meinte wunder was er für ein schlaues Kerlchen ist. *würg*

Zum Thema FOSS kann ich mich eigentlich garnicht äußern. Ich wende sie ohne nachzudenken ganz frech an. Cheesy Grin

dass sich die visual basic oder auch dbase zeit dem ende zuneigt finde ich auch sehr beruhigend. die frage die sich stellt ist warum nie wer was brauchbares unter c++ zu ende gemacht hat. es gab ja mal brauchbare anseaetze.

und um lesbaren code zu schreiben ist halt der programmierer deutlich mehr gefragt als bei java, aber das geht auch. positives beispiel war unlaengst als ich nen bug im linux gesucht habe die icmp implementierung da. ich hab den fehler gefunden obwohl ich seit 4 jahren keinen treiber im linux mehr angeschaut hatte. das geht schon auch.

was foss angeht sollten wir vielleicht mal nen thread aufmachen und schauen wer was wie einsetzt um mal n "stimmungsbild" einzusammeln
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llothar
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« Antworten #9 am: 14. Juli 2007, 12:43:20 »

was die ganz grossen projekte angeht hast du sicher recht. aber wie saehe die welt ohne firefox aus ? oder open office ... da gaebs andere grosse konzerne die uns mit ihrer marktmacht sehr zu schaffen machen wuerden und da gaebs dann keine alternative zu.

Sehe ich nicht es gab genug Alternativen zu Office. Für meine Diplomarbeit hatte ich damals Applixware zusammen als Bundle mit Suse gekauft - damals in meiner Jugendlichen Phase wo ich unbedingt Linux haben wollte - lang ist es her

Genauso sieht es in allen anderen Bereichen aus, iCab oder Opera und einige andere Browserhersteller waren es, die können es nicht mehr da der Abfallmarkt den IE und Firefox übriglässt halt nicht mehr ausreicht zudem sich halt immer mehr rausstellt das der angerichtete mentale Schaden viel schlimmer ist. Wie du willst Geld für Software - elende Kapitalistensau. So was kommt, willst du mal mein EMail Archiv sehen?


wieviele kleine programmierer leben davon auf ner lamp basis online loesungen zu bauen?

Und vorher konnten sie viel besser leben indem sie andere Solutions aufgesetzt haben. Sorry aber gerade dieser verlampung erinnert mich nicht nur sprachlich an das Lumpenproletariat, denn so sieht auch die Qualität der Jobs dort aus. Von permanenter Notaquise von einem 2000 Euro Jobs zum nächsten. Ne das ist kein Vorteil - aus sicht von uns IT'lern jedenfalls (und unter diesem Punkt betrachte ich es in diesem Forum).

Als Kleiner kann man mit solchen Kunden doch gar nicht umgehen.

Um die geht es mir auch nicht. Da laufen sowieso ganz andere Marktprozesse und Seilschaften ab, hab ja nur mal kurz reingeschnuppert in die Chefetage von AOL (als Techniker bei einigen Meetings). Da waren sowieso alle Entscheidungen als Vitamin B unter den grossen Firmen.

entwickeln dass jeder boxed kaufen will muss man schon einiges an genialitaet mit bringen. und das kriegst du auch nur ueber ein "shareware" konzept in den markt gepusht (winzip, ...) weil du sonst gar nicht die reichweite hast.

Na ja Shareware ist lediglich ein Vertriebskonzept was ja selbst die Konzerne heute anwende. Klar hast du keine Möglichkeit deine Software auf ein Regal bei Mediamarkt oder Walmart zu kriegen. Dazu musste an Wal-Mart erstmal 100.000 US$ abdrücken für ein paar cm² auf ihrer Regalfläche. Und Vertriebler die von Firma zu Firma maschieren ist auch nur was für die grossen.

Übrigens WinZip, kennste du derren Bilanz. Ich war zutiefst überrascht, die machen 10 Mio Umsatz jedes Jahr mit ihrem Program. Auch andere Firmen wie CoffeeCup mit ihrem HTML Editor machen ziemlich Kohle (7 stelliger Bereich). Zum Teil geht es noch, aber halt nur in dem DAU Bereich das wundert mich immer. Oder http://www.perfecttableplan.com das man davon leben kann (okay eines von 3 Programmen was der Kollege da für seinen Lebensunterhalt entwickelt).

Was mich nervt ist das es keine wirklichen Innovationen mehr im Programmierbereich gibt. Da hat es voll durchgeschlagen. Keine kleine Firma kann aus Angst vor FOSS mehr was in die Entwicklung stecken.

Der Markt ist so gut wie tot und damit auch die Entwicklungen. Smalltalk, Eiffel, Oberon, Lisp, Dylan nichts kann sich mehr kommerziell halten und die grossen finanzieren halt nur ihre Massenprojekte, d.h. Java und C++. Löbliche Ausnahme und Bestätigung der Regel ist mal wieder Sun mit Fortress da sie gesehen haben das man einen neuen Ansatz braucht für HPC. 

ist ja plattformunabhaengig ... harhar ... wenn ich mich beim programmieren benehme ist c auch plattformunabhaengig oder c++ ... oder wenigstens mit gleinem aufwand umzuziehen ... hat aber niemand gestoert.

Ja es ist auch nicht plattformunabhängig, sowas gibts gar nicht. Es ist für genaue eine Plattform: Java. Das verstehen die meisten leider nicht. Das geht für eine Business und insbesondere Server Anwendungen noch auf, aber spätestens bei Hardware nahen Dingen wie Compilern oder Client spezifischen wie GUI Frontends wirds absolut affig.


insofern ist das softwareschaffende gewerbe doch ueber weite strecken auch selbst schuld an der misere. wir haben den kommerziellen doch den weg in die java monokultur geebnet.

Na ja Java hatte dank eingebautem multithreading und vor allem der garbage collection schon einen erheblichen Produktivitäts Vorteil das darf man nicht vergessen. Und durch strenge Typisierung und Toolfreundlichkeit konnte man auch sehr viele gute Tools schreiben (z.B. Refactoring). 

Leider haben die meisten anderen Hersteller nicht erkannt das das Wetter jetzt umschlägt und weiterhin ihre Smalltalks,Eiffels und Lisps für 10000+ DM/Jahr angeboten gehabt. Und sich gewundert warum die Leute jetzt auf Java machen, wo der JBuilder/TowerJ oder so mal 1000DM kostete (als Professional) .

Da ging doch das Massensterben los. Und dann wurde Java auch noch kostenlos.

Es ist also in der Tat hausgemacht von den Managern, genau wie die Monokultur unter den CPU Architekturen (da werden wir auch noch einiges vor uns haben - sieht man ja beim Thema Multithreading das da frischer Wind fehlt).

Ich kriege jetzt jedenfalls jeden Tag schon Kopfschmerzen wenn ich über die Zukunft nachdenke, ich liebe meine jetzige Arbeit und habe massenhaft Ideen, die noch kein anderer umgesetzt hat, aber Eclipse und Netbeans machen es fast unmöglich meine Entwicklung zu finanzieren. Eigentlich sollte ich vielleicht einsehen und kein gutes Geld/Zeit hinterherwerfen und auch lieber irgendeine Hochzeitsplanungssoftware schreiben oder so. 

Schade denn eigentlich wollte ich was ganz anderes machen.

Und einfach in die Jobwelt nach D zurück geht nicht, meine Kostenstellenleiterin würde als Burmesin noch nichtmal mit Heiratsurkunde ein Schengen-Visa kriegen, erst wenn wir 3 Jahre verheiratet sind.

Na ja aber ich denke ich sehe ich es vielleicht etwas zu schwarz, ich muss mich einfach klüger reinhängen. Allan Odgaard hat immerhin in 2 Jahren 600.000 Euro mit seinem eigentlich ziemlich primitiven Texteditor verdient....
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karakal
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« Antworten #10 am: 15. Juli 2007, 12:00:11 »

Also so schwarz wie ihr sehe ich das alles nicht.
Meine Firma verdient (unter anderem) ihr Geld noch immer mit Individualentwicklung für große Unternehmen und kann trotz des gestiegenen Lohnniveaus in Ö mit den Konkurrenten mithalten, die dann halt in Rumänien entwickeln lassen. Aber das Endergebnis sieht man dann in der Qualität der abgelieferten Software.
Andererseits finde ich es gut, dass Standardapplikationen net hundertmal neu entwickelt werden (Browser, Office, etc...)
Was mich allerdings mehr stört als alles andere ist SAP... Jeder Manager glaubt alle seine Probleme günstig mit SAP lösen zu können, weil da gibts ja sicher schon was standardmäßiges. Die bringen der Reihe nach alle Anbieter von Qualitätsprodukten um... Und gegen die SAP-Vertriebler hast du überhaupt keine Chance *seufz*
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truerasp
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« Antworten #11 am: 15. Juli 2007, 14:10:48 »

Andererseits finde ich es gut, dass Standardapplikationen net hundertmal neu entwickelt werden (Browser, Office, etc...)
Was mich allerdings mehr stört als alles andere ist SAP... Jeder Manager glaubt alle seine Probleme günstig mit SAP lösen zu können, weil da gibts ja sicher schon was standardmäßiges. Die bringen der Reihe nach alle Anbieter von Qualitätsprodukten um... Und gegen die SAP-Vertriebler hast du überhaupt keine Chance *seufz*

mit SAP loest man nichts guenstig und ABAP will auch programmiert sein. bei normaltagessaetzen von 2400 eur und mehr kein pappenstiel. die hardware hersteller wie hp und ibm pushen halt sap ... wieso bloss wenn ich an 24 Itanium 2 cpus und 382 GB Memory in einer instanz denke.
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Ebbi
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« Antworten #12 am: 15. Juli 2007, 15:55:48 »

Was mich allerdings mehr stört als alles andere ist SAP... Jeder Manager glaubt alle seine Probleme günstig mit SAP lösen zu können, weil da gibts ja sicher schon was standardmäßiges. Die bringen der Reihe nach alle Anbieter von Qualitätsprodukten um... Und gegen die SAP-Vertriebler hast du überhaupt keine Chance *seufz*
Gegen schlechte Planung kann SAP leider nichts ausrichten.
Sicher ist SAP nicht perfekt, aber oft werden eben billige Berater gekauft und dann passt es hinten und vorne nicht. Dann wird aber SAP der Schwarze Peter zugeschoben und nicht dem Sparwahn des Kunden. Immerhin ist SAP quelloffen und man kann sich den Standardcode nach belieben anpassen - wenn man denn Ahnung hat und/oder die richtigen Entwickler und Berater hat.
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karakal
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« Antworten #13 am: 15. Juli 2007, 18:28:10 »

Gegen schlechte Planung kann SAP leider nichts ausrichten.
Sicher ist SAP nicht perfekt, aber oft werden eben billige Berater gekauft und dann passt es hinten und vorne nicht. Dann wird aber SAP der Schwarze Peter zugeschoben und nicht dem Sparwahn des Kunden. Immerhin ist SAP quelloffen und man kann sich den Standardcode nach belieben anpassen - wenn man denn Ahnung hat und/oder die richtigen Entwickler und Berater hat.

Naja, aber das mit SAP alles billig geht und sowieso alles standardisiert ist und hin und her... Diese Erwartung wird von den SAP eigenen Vertrieblern gepusht... und gleichzeitig von den Beratern unterstützt, die die fette Beute wittern... Und was auch immer zutrifft: SAP passt sich nicht deinem Geschäft an, du passt dich den SAP-Prozessen an....
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« Antworten #14 am: 15. Juli 2007, 19:38:31 »

SAP passt sich nicht deinem Geschäft an, du passt dich den SAP-Prozessen an....
Das ist falsch und richtig zugleich.
SAP passt sich sehr wohl deinem Geschäft an.
Aber SAP enthält eben die betriebswirtschaftlichen Standardprozesse und diese sind eben fest vorgegeben. Das nennt man Betriebswirtschaftslehre, kann man studieren und kein Geschäft erfindet für sich alleine das Rad die Betriebswirtschaft neu.
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