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Greez aus der Noris
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Gute Besserung!
07. September 2011, 14:20:51
An diesem Tag hattest du also kein(en) Plan. Wink
04. September 2011, 19:04:39
ja, genau die. Bei mir war der Server wohl genau diesen Tag down. Alternative:
http://lsub.org/sys/src
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Autor Thema: Jobcenter  (Gelesen 2987 mal)
juan_
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« am: 06. Mai 2009, 20:51:29 »

hallo zusammen,
heute bin ich (mal wieder) auf die erfahrenen Hasen unter euch angewiesen.
Angeregt durch Diskussionen mit Freunden und Kommilitonen mache ich mir in letzter Zeit immer häufiger Gedanken um meine berufliche Zukunft.
3 Dinge stehen bereits jetzt fest:
  • möglichst dicke Asche( Smiley )
  • spannende Tätigkeit, mit wechselndem Aufgabenfeld
  • im IT Bereich

Feststehen tut leider hingegen nicht: wie.
Ich studiere im 4. Semester Wirtschaftsinformatik. Da ich im IT Bereich bis dato noch nicht viel Neues gelernt habe (bin seit meiner Kindheit Technikfanatiker, seit ca 8 Jahren bewege ich mich auch gezielt auf div. Themen zu, um mich zu bilden) und ich davon ausgehe, dass es sich in den letzten beiden Semester nicht rapide ändern kann, schätze ich, dass ich von der Papierqualifikation für einen "reinen" IT Job wohl garnicht in Frage komme. Ein Aufbaustudium a la embedded systems schließe ich atm nicht aus.

Allerdings weiß ich auch hier noch nicht, in welche Richtung es gehen könnte.  Da es ja IT Berufe wie Sand am Meer gibt, wollte ich einfach mal hier fragen, was ihr denn so macht, welche "Schlüsselqualifikationen" man dazu braucht und was euren Job so schön macht.

Gibt es dahingehend vielleicht auch Infos im Netz (klar gibts die...), in Form von einer Liste, weil ich ja nicht mal weiß, wie die ganzen Jobs heißen..?

Bin auf ne schöne 'Unterhaltung gespannt Wink

Ciao
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« am: 06. Mai 2009, 20:51:29 »

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stiefkind
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« Antworten #1 am: 07. Mai 2009, 08:00:21 »

Guten Morgen!

Vorsicht, ist lang geworden!

Allerdings weiß ich auch hier noch nicht, in welche Richtung es gehen könnte.  Da es ja IT Berufe wie Sand am Meer gibt, wollte ich einfach mal hier fragen, was ihr denn so macht, welche "Schlüsselqualifikationen" man dazu braucht und was euren Job so schön macht.

Vielleicht mal kurz mein "IT-Lebenslauf": Realschule, Ausbildung zum Energiegeräteelektroniker (3.5 Jahre). Während der Ausbildung steht fest: Ein Leben lang Elektriker will ich nicht. Also Fachabitur nachgeholt (1 Jahr), dann Studium Elektrotechnik (FH Regensburg, Schwerpunkt Elektrische Energietechnik). Während des Studiums die Gelegenheit, 2. Praxissemester und Diplomarbeit im IBM Forschungslabor in Rüschlikon (bei Zürich, da wo z. B. ein Nobelpreis für das Rastertunnelmikroskop oder auch Supraleitung hin ging) zu schreiben. Internet und Linux kannte ich vorher schon, IBM hat mich dann völlig "versaut" in Richtung Unix und Netzwerk. Meine Diplomarbeit ging über ATM-Netze.

Nach dem Praxissemster habe ich überlegt, von E-Technik nach Informatik zu wechseln. Hätte aber zu viele Vordiplomsprüfungen nachholen müssen und war mit E-Technik ja fast am Ende (nur noch zwei Fachsemester). Also bis zum Ende studieren. Dann habe ich meinen Informatik-Prof nach Jobs im Umfeld Unix/Netzwerke gefragt. Das war 1998, noch vor der Internetblase, als Ingenieure als eher schwer vermittelbar galten. Ich habe dann in Unterföhring bei München bei einem Sun-Partner als Supportingenieur angefangen. Und arbeite da heute noch, allerdings mehr Kundenberatung und Projektkoordination. Als ich anfing, waren wir drei Leute, im Moment sind wir 15.

Zitat
Gibt es dahingehend vielleicht auch Infos im Netz (klar gibts die...), in Form von einer Liste, weil ich ja nicht mal weiß, wie die ganzen Jobs heißen..?

Die Jobs heißen in jeder Firma anders, darauf würde ich nichts geben. Entscheidend ist, was in der Arbeitsplatzbeschreibung drin steht, weil das ist nämlich das, was von Dir erwartet wird und wofür Du Geld bekommst.

Wenn Du viel Geld verdienen willst, musst Du in den Vertrieb gehen. Dort ist ein wesentlicher Teil des Gehalts variabel und hängt am Umsatz, den Du als Vertriebler generierst, dein Erfolg ist für Deinen Arbeitgeber also unmittelbar messbar. Je nach Firma hast Du da auch einen schicken Firmenwagen "mit drin". Allerdings ist das ein Krawattenjob, Du wirst von Technikern geächtet und als dumm und unwissend beschimpft. Abgesehen davon braucht man eine gewisse Begabung, Leuten etwas zu verkaufen. Ich bin dazu zu ehrlich. Wenn ein Produkt nichts taugt, taugt es halt nichts. Auch, wenn es das einzige dieser Art auf meiner Preisliste ist, das ich verkaufen kann oder darf. Dann rate ich lieber dazu, wo anders was gescheites zu kaufen...

Für das Ziel "viel Geld verdienen" hilft es generell, ein abgeschlossenes Studium vorzuweisen. Je nach Karriere-Weg ist dabei unerheblich, in welchem Fach. Natürlich wird Dich keiner als "Leiter Entwicklung" einstellen, wenn Du Germanistik studiert hast. Außer vielleicht, die Firma programmiert irgendwelche elektronischen Duden-Clones  Smiley 

Für Management-Positionen wird heute fast überall ein abgeschlossenes Studium vorausgesetzt. Bei großen Firmen sogar häufig Promotion. Was anders herum wieder heisst, dass Du in einer großen Firma auch als Diplom-Informatiker häufig genug einen Dr. vor der Nase sitzen hast. Auch nicht jedermanns Sache. Gibt natürlich auch hier Ausnahmen. Dann aber meistens nur über (sehr) lange Firmenzugehörigkeit.

Bei mir war die Ausbildung incl. Studium ja ziemlich fachfremd. Das bedeutet aber auch, ich bilde mich sehr viel in meiner Freizeit weiter, auch noch nach 11 Berufsjahren. Natürlich habe ich auch eine Menge Herstellerschulungen genossen (und werde das auch in Zukunft noch gelegentlich tun). Das einzige, was ich aus dem Studium noch brauchen kann ist die Fähigkeit, mich recht schnell in ein mir unbekanntes Thema einzulesen, passende Quellen finden, Informationen zu sichten und zu ordnen und daraus sinnvolle Schlüsse ziehen. Und natürlich ein grundlegendes Verständnis für technische Zusammenhänge.

Meine Arbeit und mein Arbeitgeber machen mir nach 11 Berufsjahren immer noch (meistens) Spaß. In der IT hast Du halt dauernd neues, es wird nie langweilig. Ich bin häufig bei Kunden unterwegs und muss nicht nur in der dunklen Kammer vor mich hin denken. In der kleinen Firma kann ich -- in Grenzen -- mitreden und mitbestimmen, meine Vorschläge werden auch angenommen. Durch die Nähe zur Geschäftsleitung kriegt man auch mal wirtschaftliche Zusammenhänge und Probleme von Firmeninhabern mit (was meine politische Meinung mehr als einmal beeinflusst hat). Ich habe damals absichtlich eine kleine Firma gewählt. Zum einen kannte ich große Firmen und wusste, dass ich da nicht auf Dauer arbeiten will (Lehre bei Bosch-Siemens, Praktikum bei IBM), zum anderen wollte ich auch nie ein "Fachidiot" (im positiven Sinne) werden. Ich denke, das habe ich bis jetzt ganz brauchbar hin gekriegt Smiley

Du fragst noch nach Schlüsselqualifikationen. Im Umgang mit Kunden muss man natürlich ein paar Manieren haben, muss sich artikulieren können (reden und schreiben). In der IT geht kaum was ohne brauchbare Englisch-Kenntnisse. Je nach Unternehmen auch aktiv (also sprechen und schreiben). Dann schreien alle immer nach Teamgeist. Halte ich für überschätzt. Ich persönlich bin eher der Einzelgänger. Da kommt mir entgegen, dass ich häufig genug alleine bei Kunden unterwegs bin und da einfach "mein" Ding machen kann und auf niemanden Rücksicht nehmen muss. Perfektionismus ist häufig fehl am Platz, das kostet zu viel Zeit, die einem keiner bezahlen will. Da habe ich sehr früh und sehr schmerzhaft gelernt, dass oft genug auch etwas weniger noch gut genug ist (Sagt Dir Pareto was? 80:20-Regel?). Neben dem technischen Sach- und Fachverstand hilft ein gesunder Menschenverstand. Große Hersteller tendieren gerne mal dazu, ihre Mitarbeiter gehirnzuwaschen (wir sind die besten, größten, schönsten). Gesunder Menschenverstand hilft, sich da nicht zu sehr einlullen zu lassen. Ein eigener Kopf und ein stabiles Rückgrat schadet auch nichts, sofern der Kopf nicht zu eigen ist. Wenn Du vorwärts kommen willst brauchst Du auch eine Portion Selbstbewußtsein und Mut zu Neuem. Es ist überhaupt gut, wenn Du weißt, was Du kannst, Dich darauf verlässt und auch Deine Grenzen kennst (und einhältst). Die Grenzen werden sich mit zunehmender Berufserfahrung immer weiter ausdehnen, aber nie ganz verschwinden. Es gibt da draußen tausende von Gelegenheiten, sich selbst zu übernehmen Smiley

So, und jetzt mal eben ab ins Büro...

wolfgang
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juan_
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« Antworten #2 am: 07. Mai 2009, 09:26:29 »

Wow, vielen Dank für dein Feedback!
Allerdings weiß ich noch immer nicht so recht, was genau du in deinem Betrieb machst. Bist du eher son Supporter, den man anruft, wenn generell etwas nicht klappt (beim ahnungslosen Endanwender) oder ist das schon ein paar Stufen höher, z.B im IT-Consulting (was mich reizen würde).

Das soll jetzt nicht nach Lobhudelei klingen, aber ich kann recht gut mit Menschen umgehen, bin wortgewandt und könnte den Leuten wahrscheinlich viel Schrott verkaufen. Leute dich mich erst kurz kennen bezeichnen mich gerne als "everybodies darling" oder "der perfekte Schwiegersohn" (wenn man mich dann besser kennt, relativiert sich das dann.. aber ich weiß halt, wie man sich wann zu verhalten hat..meistens).

Allerdings muss ich ehrlich gestehen, dass wenn ich an Vertrieb denke, ich den kleinen Autohausverkäufer sehe und das will ich def. nicht. Ich weiß aber natürlich nicht, wie es ist, wenn man mit Großkunden etc. zu tun hat.

Zitat

Die Jobs heißen in jeder Firma anders, darauf würde ich nichts geben. Entscheidend ist, was in der Arbeitsplatzbeschreibung drin steht, weil das ist nämlich das, was von Dir erwartet wird und wofür Du Geld bekommst.
das ist natürlich doof, das erschwert die Suche ungemein.. Wink
Allerdings weiß ich ja aktuell nicht mal, in welche Richtung ich gehen will, bzw. es überhaupt alles gibt.
- Programmierung : macht mir Spaß, aber jahrelang den ganzen Tag? eher nicht
- Admin : sehr reizvoll, aber ich habe schon beim Lesen von Tschokkos Netzwerthread absolut den Überblick verloren, und bekomme spez. in diesem Bereich wohl garkeine Gescheite Ausbildung.
- Consulting (mit Selbstarbeit) : für mich aktuell am sinnvollsten, da es m.E. eine nette Kombination ist und ich durchs Studium auch das nötige wirt. Denken mitbringen würde

und das wars schon an konkreten "Jobs", die mir so einfallen. Klar kann man jetzt noch ins Detail splitten (DB Designer, Netzwersicherheit etc), aber a) könnte das eintönig werden und b) weiß ich garnicht, wieso ich als Spezialist in Frage käme (direkt nach dem 1. Studium).



Zitat
ür das Ziel "viel Geld verdienen" hilft es generell, ein abgeschlossenes Studium vorzuweisen. Je nach Karriere-Weg ist dabei unerheblich, in welchem Fach. Natürlich wird Dich keiner als "Leiter Entwicklung" einstellen, wenn Du Germanistik studiert hast. Außer vielleicht, die Firma programmiert irgendwelche elektronischen Duden-Clones
das würde ich heutzutage so nicht mehr sagen. Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel in der WiWo gelesen und darin hieß es, dass man immer mehr Quereinsteiger (vorallem aus dem Sektor der Geisteswissenschaften) einstellt, da sie Probleme einfach von einer anderen Sichtweise angehen, als dieses meist pragmatische Denken der Techniker (Klar, die Probleme werden dann wieder von der Expertise gelöst).


Das mit den Grenzen ist ein interessanter Punkt. Allerdings gehe ich eher den Weg, dass man an seiner Herausforderung wächst. Dabei sollte man aber natürlch genug Realist bleiben! Wink

Mein Ziel ist es, dass ich mir in den nächsten Monaten (villeicht auch im Jahr 09) erstmal klar darüber werde, welche Richtungen für mich interessant sein könnten und ich diese dann danach in Praktikas austeste. Schöner Vorsatz Cheesy


Danke 
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Tschokko
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« Antworten #3 am: 07. Mai 2009, 11:20:49 »

z.B im IT-Consulting (was mich reizen würde).
Zitat
aber ich habe schon beim Lesen von Tschokkos Netzwerthread absolut den Überblick verloren, und bekomme spez. in diesem Bereich wohl garkeine Gescheite Ausbildung.
Zitat
- Consulting (mit Selbstarbeit) : für mich aktuell am sinnvollsten, da es m.E. eine nette Kombination ist und ich durchs Studium auch das nötige wirt. Denken mitbringen würde

Der heute überwiegend anzutreffende IT-Consultant ist auch nur noch ein Schlipsträger, der viel heiße Luft von sich gibt. Mehrheitlich absolvierten diese Sorte von Beratern dann auch noch ein Wirtschaftsinformatiker oder Wirtschaftsigenieurswesen Studium, d.h. ein bißchen was von allem. Meine Begeisterung für diese Leute hält sich deswegen sehr in Grenzen. Sie kosten nur unnötig Geld und tragen selten zum Projekterfolg bei.

Aber gut, ich will dir den Job nicht madig machen. Wink Es ist halt inzwischen nur so, das sich immer mehr Leute mit Halbwissen irgendwie durch die IT mogeln wollen. Ja ne, erstmal schön einen auf IT machen, immerhin kann man damit prima Geld verdienen, aber irgendwie ist dann die eigentliche IT doch irgendwie zu kompliziert, also schaut man wo man so mitschwimmen kann. Davon halte ich nichts und ich gehe stark davon aus, dass sich der Markt auf kurz oder lang davon befreien wird. Entweder man lernt etwas ordentlich, beherrscht das Thema voll und ganz oder man lässt es besser sein. Wink

Gruß
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« Antworten #4 am: 07. Mai 2009, 11:46:17 »

Tschokko, wenn ich mir 85% meiner Kommilitonen angucke, die WI nur studieren, weil sie powerpoint und excel bedienen können, gebe ich dir vollkommen recht. Ich habe es aber (gegensätzlich zum Eingangspost) erstmal aus reinem Interesse gewählt und bin auch bereit, mich privat weiter zu bilden.

Zitat
... s ist halt inzwischen nur so, das sich immer mehr Leute mit Halbwissen irgendwie durch die IT mogeln wollen...

Allerdings habe ich in meinen bisherigen Praxiseinsätzen auch schon gegenteiliges mitbekommen. Dipl. Informatiker, die sich als php-Programmierer von mir (mit meinem rudimentären Halbwissen) irgendwas erklären lassen mussten.


ciao
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« Antworten #4 am: 07. Mai 2009, 11:46:17 »

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« Antworten #5 am: 07. Mai 2009, 12:01:07 »

Allerdings habe ich in meinen bisherigen Praxiseinsätzen auch schon gegenteiliges mitbekommen. Dipl. Informatiker, die sich als php-Programmierer von mir (mit meinem rudimentären Halbwissen) irgendwas erklären lassen mussten.
Ein Dipl. Informatiker der sich nicht in das wirklich sehr einfach gehaltene PHP eindenken kann (man muss ja nicht gleich immer ein Vollprofi sein!) hat IMHO seinen Beruf verfehlt. Wink

Gruß
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« Antworten #6 am: 07. Mai 2009, 13:05:08 »


Aber gut, ich will dir den Job nicht madig machen. Wink Es ist halt inzwischen nur so, das sich immer mehr Leute mit Halbwissen irgendwie durch die IT mogeln wollen. Ja ne, erstmal schön einen auf IT machen, immerhin kann man damit prima Geld verdienen, aber irgendwie ist dann die eigentliche IT doch irgendwie zu kompliziert, also schaut man wo man so mitschwimmen kann. Davon halte ich nichts und ich gehe stark davon aus, dass sich der Markt auf kurz oder lang davon befreien wird.


da bete ich jetzt einfach mal mit, auch wenn ich an diese Befreiung nicht so recht glauben kann. Das Pack der Dummschwätzer wird täglich größer...

Thomas.
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« Antworten #7 am: 07. Mai 2009, 13:12:45 »

Allerdings habe ich in meinen bisherigen Praxiseinsätzen auch schon gegenteiliges mitbekommen. Dipl. Informatiker, die sich als php-Programmierer von mir (mit meinem rudimentären Halbwissen) irgendwas erklären lassen mussten.
Ein Dipl. Informatiker der sich nicht in das wirklich sehr einfach gehaltene PHP eindenken kann (man muss ja nicht gleich immer ein Vollprofi sein!) hat IMHO seinen Beruf verfehlt. Wink


Wenns man genau nimmt, muß ein Dipl. Informatiker noch nichtmal programmieren können, wenn man sich auf
theoretische Informatik einschießt.

Die Ausbildung sagt nur bedingt etwas über fachliche Qualität und Auffassungsgabe eines Menschens aus. Dummerweise
werden aber Gehaltshöhen daran festgemacht...

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« Antworten #8 am: 07. Mai 2009, 13:17:33 »


Der heute überwiegend anzutreffende IT-Consultant ist auch nur noch ein Schlipsträger, der viel heiße Luft von sich gibt. Mehrheitlich absolvierten diese Sorte von Beratern dann auch noch ein Wirtschaftsinformatiker oder Wirtschaftsigenieurswesen Studium, d.h. ein bißchen was von allem. Meine Begeisterung für diese Leute hält sich deswegen sehr in Grenzen. Sie kosten nur unnötig Geld und tragen selten zum Projekterfolg bei.

Aber gut, ich will dir den Job nicht madig machen. Wink Es ist halt inzwischen nur so, das sich immer mehr Leute mit Halbwissen irgendwie durch die IT mogeln wollen. Ja ne, erstmal schön einen auf IT machen, immerhin kann man damit prima Geld verdienen, aber irgendwie ist dann die eigentliche IT doch irgendwie zu kompliziert, also schaut man wo man so mitschwimmen kann. Davon halte ich nichts und ich gehe stark davon aus, dass sich der Markt auf kurz oder lang davon befreien wird.

Ich fuerchte allerdings, dass die "Befreiung" dadurch erfolgt, dass sie nach oben fallen,
man sie also eines Tages als Chef oder irgendwie Vorgesetzte wiedertreffen wird.
Oder als Politiker, da ist ja solides Halbwissen und das Verbreiten heisser Luft geradezu
Einstellungsvoraussetzung.
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« Antworten #9 am: 07. Mai 2009, 13:24:13 »

Allerdings habe ich in meinen bisherigen Praxiseinsätzen auch schon gegenteiliges mitbekommen. Dipl. Informatiker, die sich als php-Programmierer von mir (mit meinem rudimentären Halbwissen) irgendwas erklären lassen mussten.
Ein Dipl. Informatiker der sich nicht in das wirklich sehr einfach gehaltene PHP eindenken kann (man muss ja nicht gleich immer ein Vollprofi sein!) hat IMHO seinen Beruf verfehlt. Wink


Wenns man genau nimmt, muß ein Dipl. Informatiker noch nichtmal programmieren können, wenn man sich auf
theoretische Informatik einschießt.

Die Ausbildung sagt nur bedingt etwas über fachliche Qualität und Auffassungsgabe eines Menschens aus. Dummerweise
werden aber Gehaltshöhen daran festgemacht...
Ja nun, ich will mit meiner Aussagen nicht behaupten das ein Dipl. Informatiker unbedingt programmieren können muss. Aber wenn so jemand an etwas PHP scheitert, dann frage ich mich ernsthaft ob er den richtigen Beruf gewählt hat.
Auf der anderen Seite weiß ich natürlich nicht was da konkret in der von juan beschriebenen Situation vorgefallen ist. Wenn man sich lediglich Experten Rat eingeholt hat, dann ist daran nichts weiter schlimm. Denn wie heißt es so schön: "Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen" Wink


Aber gut, ich will dir den Job nicht madig machen. Wink Es ist halt inzwischen nur so, das sich immer mehr Leute mit Halbwissen irgendwie durch die IT mogeln wollen. Ja ne, erstmal schön einen auf IT machen, immerhin kann man damit prima Geld verdienen, aber irgendwie ist dann die eigentliche IT doch irgendwie zu kompliziert, also schaut man wo man so mitschwimmen kann. Davon halte ich nichts und ich gehe stark davon aus, dass sich der Markt auf kurz oder lang davon befreien wird.
da bete ich jetzt einfach mal mit, auch wenn ich an diese Befreiung nicht so recht glauben kann. Das Pack der Dummschwätzer wird täglich größer...
Darum finde ich die Finanzkrise nicht ganz sooo schlimm. Wink Da wird wenigstens ein bißchen mal ausgemistet und aufgeräumt. Natürlich wünsche ich niemanden das er arbeitslos wird, aber es inzwischen einfach nur noch lästig umgehen von so vielen Schlaumeiern zu sein.

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« Antworten #10 am: 07. Mai 2009, 13:56:00 »

Wenns man genau nimmt, muß ein Dipl. Informatiker noch nichtmal programmieren können, wenn man sich auf
theoretische Informatik einschießt.

hierfuer weiss ich aus meinem studium raus dass es durchaus pro semester bei uns im schnitt knappe fuenf kollegen gab die es geschafft haben ein informatik diplom ohne eine zeile code zu produzieren zu kriegen.

grusz frank
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« Antworten #11 am: 07. Mai 2009, 13:57:53 »

Darum finde ich die Finanzkrise nicht ganz sooo schlimm. Wink Da wird wenigstens ein bißchen mal ausgemistet und aufgeräumt. Natürlich wünsche ich niemanden das er arbeitslos wird, aber es inzwischen einfach nur noch lästig umgehen von so vielen Schlaumeiern zu sein.

den bewerbungen die bei uns so einschlagen und die ich so lesen muss laesst sich statistisch gut entnehmen dass hier ne menge schlaumeier dem arbeitsmarkt zur verfuegung gestellt werden. dummerweise passen die nicht wirklich auf unsere skillprofile (und die beschraenken sich auf einige recht grundsaetzliche randbedingungen)
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« Antworten #12 am: 07. Mai 2009, 14:18:09 »

Zum Thema Consultant(s) : Ich denke daß es da wie in jedem Berufsfeld auch schwarze Schafe gibt, aber eben auch enorm engagierte und gleichzeitig flexible Leute. Ich habe mit das Glück mit den letzteren abhängen zu können  Cool Die Meinung die Tschokko da angeschnitten hat ist eher so die Stoßrichtung die ich noch von der Ausbildung her kenne: da kommt einer, erzählt was mittelmäßig schlaues, und du sollst es dann fressen bzw umsetzen. Fand ich z.T. auch nicht schön. Kommt aber leider auch vor.
Etwas anderes noch: man sollte nicht vergessen, daß man als angestellter oder selbständiger Konsultant ganz erheblich dem wirtschaftlichen Schweinezyklus unterworfen ist, sprich: in guten Zeiten viel Arbeit, in schlechten eher wenig. Dazu kommt selbstredend noch: ist der Beratungsvertrag ausgelaufen, muß man sich selbst um einen Anschlußvertrag oder was anderes bemühen. Und da man nicht allein auf grüner Wiese sondern in Konkurrenz zu den anderen steht,  treibt das die Kommunikations- und Setupkosten in die Höhe und wird erstmal nicht bezahlt.
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« Antworten #13 am: 07. Mai 2009, 14:23:06 »

Auch wenn ich die Diskussion sehr unterhaltsam finde (obwohl ihr mein Studium schlecht redet;)), würde ich doch ganz gerne zum Sachlichen zurückkommen (gerne auch pro/contra Diskussionen, aber nicht so "emotional").

Wollen wir es einfach dabei belassen, dass es diese Berufsgruppe solange gibt, bis die Nachfrage sinkt (von wegen freie Marktwirtschaft und so...)?



Ciao
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« Antworten #14 am: 07. Mai 2009, 15:36:30 »


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