ist Linux empirisch betrachtet das wichtigste Betriebssystem im HPC Bereich.
Vieleicht ist ja gerade das ein deutlicher Hinweis, warum der traditionelle Unix Markt im letzten Jahrzehnt so den Bach runter gegangen ist. Linux kann auch (fast) alles, kostet (fast) nichts und ist (so gut wie) ueberall verfuegbar.
Linux ist nur dann umsonst wenn die eigene (Arbeits)Zeit keinen Wert hat.
Grosse (und kritische) Installationen nehmen durchaus die Hilfe externer
Supportfirmen in Anspruch, das kostet dann echtes Geld.
Sonst gäbe es Firmen wie Suse, Red Hat etc nicht.
Dass Linux heute so verbreitet ist, hat wesentlich damit zu tun,
dass es kommerziell interessant ist, und weniger damit dass es angeblich
so gut ist. Sonst könnte man ja auch *BSD nehmen.
Was dem (RISC)Unix extrem geschadet hat, ist das Preisniveau beim
Workstation/Entry-Level. Wenn x86 schon zu 3- bis 4-stelligen Preisen
zu haben ist, die billigste RISC-Kiste aber 5-stellig kostet, dann winkt
ganz Academia ab. Und damit fängt dann das Elend an.
Im Gegensatz zu uns Freaks denken die Hersteller halt nicht "ganzheitlich",
d.h. sie sind offenbar nicht gewillt am untern Ende zu Kampfpreisen
zu verkaufen um die Plattform als ganzes zu retten.
Wenn eine Produktlinie (zB Workstations/Entry Server) für sich genommen
nicht mindestens xx% Profit abwirft wird sie eben eingestampft.
Als nächstes ist dann medium range dran, und irgendwann ist
die ganze Plattform futsch. Den Herstellern ist das egal.
Sie können dann ja immer noch Windoof-Boxenschieber werden.
Itanium hat das Pech zu spaet gekommen zu sein, um sich einen Nischenmarkt aufzubauen.
Er kam nicht nur zu spät, sondern bot dann auch noch keinerlei Vorteile
verglichen mit den anderen Chips.